Spandau

Die Informationen über Spandau sind/werden aus den unterschiedlichsten Quellen zusammengetragen und chronologisch geordnet. Alle Aussagen oder Ausdeutungen werden zunächst ohne kritische Prüfung unter Angabe der Quelle übernommen. Bei gleichlautenden Informationen in verschiedenen Quellen wird nur auf die ältere Quelle verwiesen.

bis 12. Jahrhundert

60.000 v. Chr. Anwesenheit von Menschen im Berliner Raum, 1953 durch Funde in einer Kiesgrube an der Falkenseer Chaussee nachgewiesen JG33
16. Jh. v. Chr.> 1881 werden beim "Hortfund im Stresow" Gegenstände gefunden, die auf eine Besiedlung in der Bronzezeit schließen lassen JG33
2. Jh. Besiedlung der Gegend durch Semnonen. 1970 wird eine dörfliche Siedlung im Spandauer Forst teilweise freigelegt. JG33
4. Jh. Germanische Stämme verlassen weitgehend den Berliner Raum JG33
7. Jh. Slawen aus der Gegend um Kiew wandern über Böhmen ein JG33
700 slawische Landnahme. Fund auf der Insel Pichelswerder Fest
Fischerdorf am Kolk Führer
800 (nach ) erste Wehranlage auf dem Burgwall Fest
Handelsweg über den Burgwall vom Rheinland über Magdeburg, Brandenburg, Köpenik nach Lebus an der Oder ist nachweisbar JG33
Sprewanen und Heveller vom Großstamm der Wilzen sind nachweisbar JG33
Besiedlung der Zitadelleninsel Führer
8.-10.Jh. Die Burg am Burgwall wird mehrfach vom Feuer zerstört und wieder aufgebaut (6 Burgen) JG33
1134 Kaiser Lothar belehnt Albrecht von Ballenstedt (der Bär) mit der Nordmark JG33
1150 (ab) Frühdeutsche Burg an der Stelle der Zitadelle Fest
(um) am Burgwall wird Burg 7 errichtet JG33
Tod Heinrichs (der zum Christentum bekehrte Hevellerfürst Pribislav), der in Brandenburg residierte.
Jaczo besetzt Brandenburg.
JG33
1157 11. Juni Albrecht gelingt mit Hilfe des Magdeburger Bischofs Wichmann die Eroberung der Feste Brandenburg. Gilt als Gründungstag der Mark Brandenburg. JG33
Albrecht der Bär übernimmt den Burgwall JG33
Die Jaczo-Schlacht und die Schildhornsage OK
1197 Erste urkundliche Erwähnung von "Spandowe". In einer Urkunde von Markgraf Otto II. wird "Everhardus, advocatus in Spandowe" als Zeuge genannt. Das läßt auf einen markgräflichen Vogts oder Richter mit Amtssitz schließen. JG33
vor 1200 Holzhausbebauung im Bereich der Spandauer Altstadt. Ist 1981 durch Grabungen im Haus Breite Straße 32 belegt. JG33

13. Jahrhundert

1200 (um) entstand die erste Nikolaikirche JG33
1. Hälfte Eine Befestigung der Altstadt Spandau mit Holzpalisaden mit vorgelegtem Spitzgraben wird bei archäologischen Untersuchungen festgestellt  JG33
1229 Flucht der Markgrafen Johann I. und Otto III. vor dem Erzbischof von Magdeburg nach Spandau, nachdem sie im Gefecht an der Plaue geschlagen wurden OK
1232 7. Mrz Die Markgrafen Johann I. und Otto III. stellen eine Urkunde aus, die als Stadtverleihungsurkunde gilt. Es ist eine Abschrift aus dem 15. Jh. erhalten. JG33
Nennung eines Kaufhauses JG33
Der Haveldurchstich zwischen Benitz und Zitadelle wird durchgeführt JG33
1239 Gründung des Benediktiner-Nonnenklosters St. Marien bei Spandau durch die Markgrafen Johann I. und Otto III Fest
1240 erste urkundliche Erwähnung der Nikolaikirche JG33
Der Benitz wird der Stadt angegliedert JG33
1244  Gründung des Hospitals zum Heiligen Geist Fest
1258 Erste urkundliche Erwähnung einer Mühle in Spandau; Besitzer war der Markgraf. JG33
Erste urkundliche Erwähnung Gatows Führer
1267 Erste urkundliche Erwähnung von "Gladow" Führer
1272 Gatow gehört zu dem Benediktinerinnenkloster, das Ländereien im Umkreis von Spandau besaß. Führer
1282 erste Darstellung des Stadtwappens Fest

14. Jahrhundert

1300 -1350 Bau des Juliusturmes Fest
1302 Die bestehenden 24 Fleischscharren am Markt werden durch den Rat um 20 vermehrt. Sie werden den Schlachtern in Erbpacht gegeben. OK
1306 Erste Urkundliche Erwähnung einer markgräflichen Mühle am Behnitz OK
1307 Erwähnung des Lazarushospitals vor der Stadt Spandau OK
1308 Markgraf Waldemar überfällt das Schloß und entführt seinen Schwager Johann, um ihn in seien Obhut zu nehemen OK
1309 Markgraf Waldemar gestattet den Spandauern, sich alle drei Jahre neue Schöppen (Schöffen) zu wählen OK
1313 Erste urkundliche Erwähnung der Kalandsbrüdeschaft auf der Heide OK
1317 Markgraf Johann, der Letzte aus der standalschen oder ottonischen Linie stirbt auf dem Schloß Spandau OK
Markgraf Waldemar sichert den Bürgern den ausschließlichen Gerichtsstand vor dem Stadtschulzen zu OK
30. Nov Erneuerung der wegen einer Teuerung aufgelösten Bäckergilde durch den Rat OK
1319 (ab) Bau der Stadtmauer OK
Die Altstadt hat die heutige Größe erreicht JG33
Erste urkundliche Erwähnung des am Schlosse gelegenen Kietzes OK
Die Durchführung der gesamten Rechtspflege wird dem Stadtschulzen unddem städtischen Schöffengericht zugesprochen OK
Die Kleibürger erhalten mit den Großbürgern gleiches Recht zur Getreideausfuhr OK
1322 Erste urkundliche Erwänung des St. Georgenhospitals bei Spandau OK
1323 Errichtung eines neuen Altears in der städtischen Pfarrkirche OK
1329 Markgraf Ludwig schenkt der Stadt einen Hof auf dem Behnitz OK
1330 Erste Erwähnung der städtischen Schule OK
Stiftung des Altars der Jungfrau Maria in der Nikolaikirche durch denRat OK
1334 Die Schützengilde wird gegründet Führer
1335 Erste Erwänung der Schloßkapelle und des dort vorhandenen Marienaltars OK
1342 6. Dez. Die Stände der Vogtei Spandau vereinbaren die Einsetzung eines besonderen Gerichts in Berlin zur Aburteilung der Fehdesachen OK
1348 Markgraf Waldemar (der falsche) erneuert die 1329 von Markgraf Ludwig gemachte Schenkung des Hofes auf dem Benitz, indem er einen dabeigelegenen Berg damit vereinigt und dem Rat Ober- und Untergericht auf dem Behnitz zuerkennt OK
1354 Erste urkundliche Ewähnung des Stresow OK
1365 vermutlich Dachstuhl über der Nikolaikirche errichtet Führer
1386 Erste Ewähnung der Stadttore OK
1398 8. Sep Aufstellung der bronzenen Taufbecken in der Nikolaikirche OK

15. Jahrhundert

1400 Jul. Dietrich von Quitzow und die Grafen von Lindow vor Spandau OK
1411 Burggraf Friedrich VI. von Nürnberg, Statthalter in der Mark, ab 1415 Kurfürst Friedrich I. Fest
1412 8. Jul Spandau huldigt Burggraf Friedrich VI. von Nürnberg Fest
1433 Der Stresow wird durch eine Brücke mit Spandau verbunden Führer
Brand des Dorfes Staaken OK
1437 Wiederaufrichtung der Schützengilde OK
1439 wird das Rathaus erstmals genannt Fest
1460 Bau der Moritzkirche OK
1467 /1486 Turm der Nikolaikirche errichtet von Baumeister Paul Rostocken aus Magdeburg Führer
Bau des Gotischen Hauses, Breite Straße 32 Führer
1493 Erwerbung der "grauen Mönchszelle" in der Jüdenstraße OK

16. Jahrhundert

1509 Anlage der Weinberge am Gatower Weg OK
Der Rat der Stadt Spandau beschließt 7 Weinberge am "Gatowschen Berge" anzulegen und zu verpachten. Führer
1510 Vertreibung der Juden OK
Große Judenverfolgung in der Mark Brandenburg (Spandauer Judenprogrom) Führer
1512 errichtung eines neuen Marienaltars in der Nikolaikirche OK
1521 Erweiterung und Umbau des Schlosses Spandau und Einrichtung einer Sägemühle OK
1522 Beginn des Wallbaues OK
1535 Philipp Melanchton in Spandau OK
1537 1. Aug. Der Turm der Nikolaikirche wird vom Blitz getroffen OK
Die verwitwete Kurfürstin Elisabeth wohnt auf Schloß Spandau OK
1538 Der Rat kauft das Dorf Paaren a/Wublitz OK
Erster lutherischer Prediger wird angestellt OK
1539 1. Nov Einführung der Reformation in der Mark Fest
Kurfürst Joachim II: nimmt mit seiner Familie, dem Hofstaat, den Landständen mit vielem Volke in der Nikolaikirche aus den Händen des Bischohofs Matthias von Jagow das Abendmahl nach lutherischer Form OK
1541 Erste Kirchenvisitation. Reformation des Klosters OK
1542 Abbruch der St. Georgenkapelle OK
1545 Umbau der Moritzkirche zu einem Kornhaus OK
1557 1. Sep. Gründung der Schützengilde OK
Beginn der Vorarbeiten zum Bau der heutigen Zitadelle, deshalb Umsiedlung der Kiezer Fest
1558 Gatow wird dem Amt Spandau unterstellt Führer
Einrichtung des Klosteramtes Spandau OK
Bau einer neuen Orgel in der Nikolaikirche OK
1559 Landtag auf Schloß Spandau. Bewilligung von Geldern zum Bau einer Festung um das Schlo&zslig; OK
1560 eigentlicher Baubeginn der Festung OK
Vollendung der Orgel in der Nikolaikirche OK
Umsiedlung der Kietzer und Dämmer OK
1562 Franz Chiamella de Gandio wird Leiter des Festungsbaus OK
1562 Franz Chiamella de Gandio wird Leiter des Festungsbaus OK
1566 Bau eines neuen Schulhauses OK
starben in Spandau 1400 Menschen an der Pest Fest
1569 Verlegung des Dammes. Eröffnung des neuen oder Berliner Tores OK
1573 Eröffnung des Gertraudenkirchhofs OK
1578 Graf Rochus Guerini zu Lynar wird neuer Leiter des Festungsbaus OK
Anlage einer Pulvermühle am Mühlentor OK
1580 5. Jan. Die Festung erhät die erste Besatzung OK
1581 Bau des Lynarschen Schlosses in der Klosterstraße (jetzt Carl-Schurz-Str.) OK
1582 Stiftung des Altars in der Nikolaikirche durch Graf Rochus zu Lynar OK
1594 Vollendung des Baues der heutigen Zitadelle Fest
1596 Tod des Grafen Rochus zu Lynar, Stiftung des Lynarschen Legats OK

17. Jahrhundert

1610 erste Wahl von 24 Stadtverordneten Fest
1611 /1612 Pest. Eröffnung des Moritzkirchhofs OK
1617 Abbruch der Pulvermühle OK
1619 Pest OK
1620 13. Mai Brand der Jüdenstraße OK
1626 Abbruch des verfallenen Klosters OK
Beginn der Satdtbefestigung OK
1628 kaiserliche Truppen in Spandau Fest
1630 kaiserliche Truppen in Spandau Fest
Pest OK
Abbruch des Mühlenturms OK
1631 6. Mai Die Schweden besetzen Stadt und Festung Spandau; König Gustav Adolf ist anwesend OK
Pest OK
1634 Die Schweden verlassen Spandau OK
1638 siedelte Graf Adam zu Schwarzenberg mit der Kriegskanzlei nach Spandau um Fest
Die Befestigung der Stadt wird energisch gefördert. Viele Gebäude vor den Toren und auf dem Stresow werden abgebrochen, darunter die Hospitäler und Kapellen des hl. Geistes und St. Gertraud OK
1641 4. Mai starb Schwarzenberg in Spandau, Beisetzung in der Nikolaikirche Fest
Schließung des Heidetores und Bau des Neuen oder Oranienburger Tores OK
1656 Ausbau der Moritzkirche OK
1657 Einweihung der Moritzkirche OK
1663 Die Pulvermühle bei der Festung fliegt in die Luft OK
1668 "Kolkschänke" wird gebaut Führer
1669 Bau der reformierten Kirche und Schule OK
1672 Vollendung des Baus der Stadtbefestigung OK
Anlage der Ratsziegelei auf dem ehemaligen Lynarschen Weinberg vor dem Klostertor, jetzt Ziegelhof OK
1675 Die Schweden vor Spandau. Brand der Oranienburger Vorstadt OK
1685 Französische Refugies gründen in Spandau eine eigene reformierte Gemeinde OK
1686 Der Kurfürst kauft das Lynarsche Schloß und wandelt es in eine Manufaktur um OK
Verlegung der Scheunen aus der Stadt vor die Tore OK
1687 Das Lynarsche Schloß wird zu einem Zucht- und Spinnhaus OK
1691 31. Aug. Explosion auf der Festung OK

18. Jahrhundert

1700 Wiedereinrichtung der Schützengilde OK
1706 Vereinigung des Richteramtes auf dem Behnitz mit dem Stadrichteramt OK
1708 Einrichtung des Kirchhofs vor dem Potsdamer Tor OK
Verkauf der Schneidemühle am Klostertor an das königliche Proviantamt und Umwandlung in eine Mahl- und Lohmüle OK
1711  Pflasterung der Straßen Fest
1722 Sperrung der alten Landstraße nach Berlin Fest
Der Weg nach Berlin wird über die Charlottenbrücke und den Stresow geführt. Führer
Spandau hat 489 Häuser Führer
Erste Gewehrfabrik auf Veranlassung von König Friedrich Wilhelm I. auf dem Plan nahe der Zitadelle angelegt, Spandau wird die "Waffenschmiede Preußens" Führer
1723 Beginn der Regulierung des Wasserstandes zwischen Ober- und Unterhavel Führer
1724 Verlegung des Weges nach Berlin OK
1731 14.Mai Brand des Klostervorwerks und mehrerer Gehöfte des Stresow OK
Abbruch des Turms auf dem Klostertor OK
1734 Einrichtung einer neuen Orgel in der Nikolaikirche OK
1737 Anlage der beiden Pulvermagazine am Neuendorfer Weg OK
1739 Abbruch eines Teils der Mauer des Nikolaikirchhofs OK
1740 25. Jun. Brand des Nikolaikirchturms OK
1744 Urbanum (Grundbuch) Fest
Der Turm der Nikolaikirche erhä eine barocke Spitze mit Laterne Führer
1745 Aufhören des Weinbaues Fest
Armierung der Stadt OK
1750 Abbruch der Mauer um den Nikolaikirchof OK
Neubau der reformierten Kirche OK
1757 Flucht des Hofes von Berlin nach Spandau Fest
1766 Der Militärfiskus errichtet die erste Kaserne am Moritzkirchhof OK
1768 Bau einer Kaserne in der Breiten Starße OK
1772 Eröffnung des Kirchhofs in der Schönwalder Straße OK
1776 -1783 Dr. Heim, Stadtphysikus in Spandau OK
1780 Das Haus Carl-Schurz-Straße 16 wird errichtet Führer
1783 Dr. Heim verläßt Spandau OK
1785 Vermessung der Stadtheide und Einteilung in Schläge OK
1788 Ein schwerer Brand zerstört die oberste Etage des Hauses Breite Straße 32 Führer
1790 Einrichtung einer Journaliere zur Verbindung mit Berlin. Morgens und abends um 7 Uhr geht von beiden Orten je ein Wagen ab. OK
1792 Sonntagsschule OK
1795 Heinemann-Haus am Kolk wird gebaut Führer
1796 Der Garnisonkirchhof wird in die Potsdamer Vorstadt verlegt OK

19. Jahrhundert

1801 Verkauf des Kommandeurhauses oder Prinz Heinrichschen Palais in der Potsdamer Straß an den Gastwirt Godduhn OK
1805 Teilweiser Umbau des Zuchthauses OK
1806 25. Okt. Die Franzosen besetzen Spandau und die Zitadelle

27. Okt. Napoleon besichtigt die Stadtbefestigung und die Zitadelle

OK
1808 19. Nov. Erlaß der Städteordnung

03. Dez. Die Franzosen verlassen die Stadt

11. Dez. Ankunft der Preußen

OK
1809 Einteilung der Stadt in 6 Bezirke
  • Klosterbezirk
  • Heidebezirk
  • Marktbezirk
  • Berliner Bezirk
  • Stresowbezirk
  • Oranienburger Bezirk

09. Mrz. Wahl der Stadtverordneten

12. Mrz. Erste Sitzung der Stadtverordneten und Wahl des Migistrats

03. Aug. Auflösung des alten und feierliche Einführung des neuen Magistrats. Einsetzung des königlichen Stadtgerichts

OK
1810 Feuerwerkslaboratorium im Palas Führer
1811 Befestigung des Stresow OK
1812 Mrz. Franzosen erneut in Spandau

Oberamtmann Grützmacher, Generalpächter der Invaliden... in Berlin, kauft das Gebiet vor dem Plan und läßt nördlich der Gartenfelder Str. ein Gutshaus errichten

OK
Die Kladower Dorfkirche wird errichtet Führer
1813 Belagerung der Stadt durch Russen und Preußen, am 27. April Übergabe OK
Abzug der Franzosen aus der Zitadelle

Das "Heim-Haus" wird "Offiziantenhaus"; mietfreie Unterkunft für Angestellte der Stadt (Ärzte und Hebammen, Offiziere und Lehrer)

Führer
1816   Fest
01. Mrz. Einrichtung einer Personenpost zwischen Berlin und Spandau

01. Apr. Neueinrichtung des städtischen Schulwesens

27.Apr. Schinkels Gefallenen-Denkmal auf dem Heinrichplatz wird enthüllt

13. Jul. Brand der großen Mühle und der kleinen Weizenmühle an der Schleuse

01. Okt. Einführung einer neuen Nachtwächterordnung

27. Okt. Probefahrt des vom Engländer John Bainett Humphrey

konstruierten Dampfboots, der ,,Prinzessin Charlotte von Preußen"; dem erste Dampfschiff auf Europas Festland

Die Kietzer erhalten neue Wohnsitze auf dem Tiefwerder

OK
1818 Neubau des Rathauses am Markt Fest
1819 das Gebäude Reformationsplatz 5 wird errichtet Führer
1829 Das "Königliche Feuerwerkslaboratorium" wird nach Eiswerder verlegt Führer
1838 -1840 Restaurierung der Nikolaikirche unter der Leitung Schinkels, Sollers und Günthers Fest
Die oberen Geschosse des Turms werden im Stil der Neogotik umgebaut, Turm und Kirchenschiff erhalten Zierteile Führer
Bau des Zinnenkranzes um Juliusturm durch Karl Schinkel Führer
1839 Die Pulverfabrik kommt nach Haselhorst Führer
1842 -1854 Befestigungsanlage der Gewehr- und Pulvertabrik Fest
1844 König Friedrich Wilhelm IV. läßt eine Denksäule nach den Entwürfen von Friedrich August Stüler auf der Landzunge Schildhorn errichten JG33
1846 Bau der Berlin-Hamburger Eisenbahn Fest
Bau des Bahnhofs am Stresow Führer
Das Fachwerkhaus Am Benitz 4 wird gebaut Führer
1848 Katholische Kirche auf dem Behnitz Fest
Haselhorst erhä seine Bezeichnung. Teile des Gutes werden für den Bau des Spandauer Schiffahrtskanals abgegeben. Führer
1850 Befreiung Kinkels durch Carl Schurz aus dem Zuchthaus Fest
1852 Der Militärfiskus kauft das Gelände auf den Stresow-Wiesen, um die Berliner Geschützgießerei dorthin zu verlegen Führer
1853 Einrichtung des Krankenhauses in der Havelstraße Fest
-1854 Bau der Geschützgießerei Fest
1855 Errichtung der Geschützgießerei Führer
1856 Das "Neue Zeughaus" in der Zitadelle wird gebaut (Carl Ferdinand von Busse, Preußischer Baurat und Assistent Schinkels) Führer
1858 Anlage der Gasanstalt an der Schützenstraße Fest
1862 -1868 Artillerie-Werkstatt von Berlin nach Spandau verlegt Fest Führer
1871 Der Reichskriegsschatz in Höhe von 120 Millionen Mark in Goldmünzen wird im Juliusturm eingelagert Führer
1873 Spandau wird durch das Reichsfestungsgesetz zur Festung erklärt Führer
1874 kam der Reichskriegsschatz in den Juliusturm Fest
1875 23 800 Einwohner Fest Führer
in dem Gebäude Reformationsplatz 5 wird die "Schule für höhere und mittlere Töchter" eröffnet Führer
1876 Das Brauereigewerbe läßt sich an der Neuendorfer Str. nieder Führer
1877 Gründung der Busseschen Brauerei in Pichelsdorf Führer
1878 Stadtname 'Spandow' in 'Spandau' geändert Fest Führer
Spandauer Festungsgefängnis in der Wilhelmstadt Führer
1880 Beginn der Abtragung der Stadtmauer Fest
Garnisonswaschanstalt mit Wasserturm in der Neustadt Führer
1881 Großer Waldbrand im Stadtforst Führer
1882 -1886 Bau Fort Hahneberg Führer
1886 Eröffnung des Friedhofes ,,In den Kisseln", Pionierstraße Fest
Die Lutherkirche wird vom Architekten Fritsche erbaut Führer
1887 Spandau bildet einen eigenen Stadtkreis Fest Führer
1889 Eröffnung des Schlachthofes Fest
Der Bereich der Naustadt zwischen Schönwalder Str. und Neuendorfer Str. wird parzelliert Führer
1890 Umbau des Bahnhofs Spandau wegen der Zusammenlegung der Lehrter und Hamburger Eisenbahn Führer
An der Karolinenhöhe werden Rieselfelder für Berlin errichtet Führer
1891 Das "Kaiserliche Postamt" wird erbaut Führer
Bau des "Auswandererbahnhof" in Ruhleben mit Sammelstelle und Quarantänestation für Emigranten aus Osteuropa zur Weiterreise über Bremen und Hamburg nach Amerika Führer
1892 Eröffnung der Pferdestraßenbahn Fest
1895 Einweihung der Synagoge Lindenufer Ecke Kammerstraße Fest
1896 /1997 Heeresproviantamt mit Garnisonsbäckerei in der Neustadt Führer
1897 Siemens beginnt mit der Verlagerung seienr Produktion nach Spandau, die Siemensstadt entsteht Führer
Zum 100. Geburtstag von Kaiser Wilhelm I. wird die Potsdamer Vorstadt in Wilhelmstadt umbenannt Führer
1898 Abriß des Zuchthauses Führer
1899 Kabelwerk Siemens & Halske (altes Kabelwerk) Fest

20. Jahrhundert

1900 Orenstein & Koppel baut am Brunsbütteler Damm die Waggon- und Weichenbauanstalt Spandau Führer
1902 / 1903 Der Staffelgiebel an der Südkapelle der Nikolaikirche wird von Otto Stiehl errichtet Führer
1903 Aufhebung der Festung(sbestimmungen) Fest
Die Eisenfachwerkbrücke nach Eiswerder wird errichtet Führer
1906 Der Festungsgürtel um die Neustadt wird geschleift. Im Verlauf der Befestigung entstehen der Askanierring und der Hohenzollernring Führer
Bau der Villa Lemm(Schuhcreme-Fabrikant) Führer
1908 Eingemeindung Siemensstadts und Teile Stemfeldes und der Jungfernheide Fest
1909 Erweiterung des Postamts am Mühlengraben Führer
Die "Sechserbrücke" wird durch die Stößenseebrücke ersetzt Führer
1910 Einweihung des Johannesstiftes Fest
-1913 Bau des Rathauses Fest
Der "Alte Rhein" bzw. "Deutsche Rhein" wurde zugeschüttet Führer
Schleuse wird erneuert, Schleusenwärterhaus wird gebaut Führer
Die fertiggestellte Freybrücke verbindet Pichelsdorf mit Pichelswerder Führer
-1913 Karl Janisch und Friedrich Blume errichten das Siemens-Verwaltungsgebäude am Nonnendamm / Rohrdamm Führer
1911 Zweckverband Groß-Berlin Fest
Eröffnung des Südhafens Führer
Bau des Hohenzollernkanals Führer
Errichtung des Stadtbad Spandau in der Radelandstraße Führer
1912 Der "Deutsche Rhein" wird zugeschüttet JG33
Bau des Kabelwerks in Gartenfeld Führer
Die Schützengilde errichtet den "Schützenhof" in Hakenfelde Führer
1914 - 1922 Das Wernerwerk für Meßtechnik mit dem 70m hohen Turm wird gebaut. Seine Uhr war zu dieser Zeit die größte in Europa Führer
das Kraftwerk Oberhavel geht in Betrieb Führer
- 1917 die Gartenstadt Staaken wird für Arbeiter der staatlichen Rüstungbetriebe gebaut; Architekt ist Paul Schmitthenner Führer
1916 der erste Zeppelin verläßt das Staakener Werk Führer
1919 5. und 6. Jan Besetzung des Rathauses und der Zitadelle durch Spartakisten Fest
1919 10. Jan Erstürmung des Rathauses durch Regierungstruppen Fest
1920 Bildung der Stadtgemeinde Groß-Berlin,
Spandau wird 8. Bezirk
Fest
1. Okt Eingemeindung nach Groß-Berlin
Die Landgemeinden Gatow, Kladow, Pichelsdorf, Staaken und Tiefwerder sowie die Gutsbezirke Spandau-Zitadelle, Pichelswerder und Heerstraße werden dem Bezirk zugeschlagen.
Führer
1926 /1927 Die expressionistischen Bauten Zeppelinstraße / Falkenseer Chaussee werden nach einem Entwurf von Richard Ermisch errichtet Führer
1928 Abriß des alten Rathauses am Markt JG33
Bau des Kraftwerk West Führer
Das Schaltwerkhochhaus, der erste Industriehochbau Europas, wird errichte. Es ist heute ein Baudenkmal Führer
1929 Die Charlottenbrücke wird als Eisenbogenbrücke neu errichtet Führer
U-Bahnhof Ruhleben wird eröffnet Führer
- 1930 Neubau der Spandauer Bank am Markt JG33
der Magistrat von Berlin bewirkt den Ankauf des Flugfeldes Staaken Führer
1930 Kraftwerk West, heute Kraftwerk Reuter Fest
-1934 In Haselhorst wird die "Reichsforschungssiedlung" zur Erprobung unterschiedlicher Wohnungstypen unter Vorplanung von Walter Gropius errichtet Führer
1933 Spandau ist Parteikreis I der NSDAP Führer
1935 Spandau wird erneut Garnisonsstadt Führer
Flughafen Staaken wird Fliegerhort der SA Führer
- 1936 "Hottengrundkasernen" werden für die Luftwaffe gebaut Führer
1936 Einrichtung eines Heeresgasschutzlaboratoriums auf der Zitadelle Fest
Erweiterung des Postamts am Mühlengraben Führer
Hans Hertlein errichtet für Siemens das Luftfahrtgerätewerk in der Neuendorfer Straße Führer
1937 -1940 Verlegung der Berliner-Tor-Brücke nach Norden (Straße am Juliusturm JG33
1938 9. Nov. "Kristallnacht", Brand der Spandauer Synagoge Fest
Die Jüdenstraße wird in Kinkelstraße umbenannt Führer
1939 Die Potsdamer Straße wird in Carl-Schurz-Straße umbenannt Führer
1944 23. Mai Rainer Kröning kommt im Krankenhaus Lynarstraße zur Welt
6. Okt schwerer Luftangriff auf die Spandauer Altstadt; Brand des Turmes der Nikolaikirche Fest
1945 28. Mrz Schwerer Luftangriff Führer
27. Apr Besetzung der Spandauer Altstadt durch sowjetische Truppen Fest
4. Jul Übernahme des Bezirks Spandau durch britische Truppen Fest
30. Aug Austausch Weststaakens gegen Seeburger Zipfel Fest
1946 20. Okt Wahl der Bezirksverordnetenversammlung Fest
1948 -1949 Wiederaufbau des Kraftwerks West (ab 1953 Kraftwerk Reuter Führer
1951 Feb Besetzung Weststaakens durch die Volkspolizei, Abtrennung von West-Berlin Fest
1953 Bau des Hausgerätewerkes in Gartenfeld Führer
1954 Amtsgericht am Altstädter Ring wird gebaut Führer
1958 Grundsteinlegung für die Luise-Schröder-Siedlung am Brunsbütteler Damm Führer
Die gesamte nördliche Seite der Havelstraße wird abgerissen Führer
1959 Finanzamt in der Galenstraße wird gebaut Führer
AOK-Gebäude in der Galenstraße wird gebaut Führer
1961 Beginn der Ausgrabungen am Spandauer Burgwall JG33
1962 Baubeginn des Falkenhagener Feldes Fest
1963 Burgwall / Krowelstraße werden beim Bau eines Hauses 80 Skelette aus der 2. Hälfte des 12. Jh. gefunden (Askanische Zeit, christliche Gräber) JG33
1967 Bezirk Spandau 200 000 Einwohner Fest
2. Okt Einstellung der Linie ,,55", der letzten Straßenbahn Berlin (West Fest
1968 Bau der Siedlung Heerstraße-Nord, später Rudolf-Wissell-Siedlung Führer
1971 In Haselhorst werden die ehemealigen Fabriken und das ehemalige Gutshaus Haselhorst abgerissen für den Bau von Wohnungen für Siemens-Mitarbeiter Führer
1974 Das Hallen- und Sommerbad in der Gatower Straße entsteht Führer
1978 2. Nov erster Rammschlag für die U-Bahn in der Spandauer Altstadt Fest
Die Altstadt wird zum Sanierungsgebiet erklärt Führer
1980 U-Bahn-Linie 7 ist bis Rohrdamm fertiggestellt Führer
1982 Palas renoviert Führer
1984 Eröffnung der U-Bahn-Linie 7 bis Spandau Führer
1988 Die Havelstraße wird als Fußgängerzone rekonstruiert Führer
1989 Feier zum 450. Reformationstag in der Nikolaikirche, der rekonstruierte Turm ist fertiggestellt Führer
1990 Öffnung der wichtigsten Straßen ins Umland nach Brandenburg Führer
1990 3. Okt Vereinigung, West-Staaken gehört wieder zu Spandau Führer

Litaratur über Spandau / Quellen

OK Urkundliche Geschichte der Stadt und Festung Spandau
Otto Kuntzemüller, ISBN 3-7605-8534-5, 1989, arani-Verlag GmbH,Berlin
Reprint der zweibändigen Originalausgabe von 1828-1929, Alfred Dreger, Berlin-Spandau
AH Die Siemensstadt im Grünen
Arne Hengsbach, 1974, Erich Lezinsky Verlag und Buchdruckerei GmbH
JG52 SPANDAU vor Berlin
Jürgen Grothe, ISBN 3-7759-0217-1, 1980, Haude & Spenersche Verlagsbuchhandlung Berlin
JG33 SPANDAU - Stadt an Spree und Havel
Jürgen Grothe, ISBN 3-7759-0238-4, 1981, Haude & Spenersche Verlagsbuchhandlung Berlin, 3. neu bearbeitete Auflage
JGZi Zitadelle SPANDAU
Jürgen Grothe, ISBN 3-7759-0241-4, 1981, Haude & Spenersche Verlagsbuchhandlung Berlin
REAF Die Republik in SPANDAU
Rudolf E.A. Fritz, ISBN 3-87061-019-0, 1982, Berlin-Verlag
Fest Festschrift 750 Jahre SPANDAU
Herausgeber: Bezirksamt Spandau von Berlin 1982
JG63 SPANDAU - Schauplätze seiner Geschichte
Jürgen Grothe, ISBN 3-7759-0356-9, 1991, Haude & Spenersche Verlagsbuchhandlung Berlin
Führer SPANDAU Stadtteilführer
Sigrid Hoff, ISBN 3-87024-406-2, 1994, Argon Verlag GmbH